GRÜNDUNG

Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul prägen Pflege

Von Anfang an wirken ausgebildete Ordensschwestern der Münchner Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul für die Sozialstation im Viertel.

Pflege ist für sie nicht nur die professionelle und qualifizierte Versorgung, sondern aus christlicher Tradition eine besondere Verantwortung.

Geschätzt und beliebt im Viertel

Schwester Ingela und Schwester Mechtild  begleiten, betreuen und pflegen als erfahrene Krankenschwestern viele ältere und kranke Menschen in den Anfangsjahren der Sozialstation.

Sie beginnen mit einfachsten Mitteln: Ohne Apparate und mit wenig Verbandszeug sind Schwester Ingela und Schwester Mechtild auf dem Fahrrad zu Hausbesuchen unterwegs. Die Ordensfrauen setzen sich trotz des schwierigen Starts mit großem Engagement, Nachdruck und Glaubwürdigkeit für die hilfsbedürftigen Menschen in Berg am Laim ein.

„Die helfende Hand muss von der Gesinnung Ausdruck geben.“

Vinzenz von Paul

Schwester Mechtild und Schwester Ingela im Video-Interview:

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Video-Transkript

Sozialstation Berg am Laim und Trudering – Gründungsgeschichte

Sprecherin: „Als Schwester Ingela und Schwester Mechthild 1970 mit der Pflege von Alten und Kranken begannen, hatten sie noch nicht sehr viele Mittel zur Verfügung.“

Schwester Ingela: „Wir haben zum Anfang eigentlich nur ein Kästchen gehabt; da war ein bisschen Verbandszeug drin, eine Nierenschale und ein paar Klemmern und zwei Pinzetten.“

Schwester Mechtild: „Ein Blutdruckapparat“

Schwester Ingela: „Den haben wir auch noch nicht gehabt. Aber dann haben wir bald einen gekriegt.“

Sprecherin: „Damals wurde die Sozialstation Berg am Laim gegründet mit dem Auftrag, Alte und Kranke zu Hause zu pflegen. Die beiden Ordensschwestern kümmerten sich zunächst um alles selbst. Mit der Zeit wurde alles Nötige angeschafft, bald sogar das erste Auto. Immer mehr engagierte Mitarbeiter fanden sich ein und die Station bekam bald den Ruf, besonders freundlich und effektiv zu sein. Die Begegnungen mit den Patienten empfanden die Schwestern als Bereicherung – ob berührend, traurig oder heiter. Schwester Ingela und Schwester Mechtild blicken auf viele Erinnerungen zurück. Zum Beispiel an solche, wo ältere Menschen nicht ins Krankenhaus gehen wollten, um ihre geliebten Haustiere nicht allein zu lassen. Wenn es unumgänglich war, musste man sich auch um dieses Problem kümmern wie im Fall einer schwerkranken Frau, die zwangseingewiesen werden musste.“

Schwester Ingela: „Auf der Treppe hat sie mich noch verwünscht. Und das war schon schwer. Ich habe sie dann besucht am nächsten Tag und dann war sie überglücklich wie fast alle Kranken, wenn sie operiert sind. Da hat man eine gewisse Euphorie in sich. Und ich habe als erstes gesagt, der Katze geht es gut, sie ist ganz zufrieden in ihrer Wohnung und wir gehen jeden Tag hin. Und als sie dann nach Hause kam, war sie wirklich dankbar.“

Sprecherin: „Heute sind viele junge Leute in der Sozialstation Berg am Laim und Trudering tätig. Das Konzept, die Patienten in ihrer gewohnten Umgebung zu pflegen, entsprechend dem Motto des Vinzenz von Paul – „Liebe sei Tat“ – hat sich im Lauf der Zeit voll bestätigt. Schwester Ingela und Schwester Mechtild sind bereits in Pension, aber sie blicken voller Stolz auf den Erfolg der Sozialstation und die gute Arbeit ihrer Nachfolger.“

Schwester Mechtild

Schwester Mechtild

Barmherzige Schwestern vom Hl. Vinzenz zu Paul

Schwester Ingela

Schwester Ingela

Barmherzige Schwestern vom Hl. Vinzenz zu Paul

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